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16.03.2012, Köln

Xing will näher an die Kunden

Business Intelligence steigert für die Social Network-Plattform Xing die Unternehmensperformance. Eine spezielle Lösung von SHS Viveon sichert auch die Verarbeitung größter Datenmengen.

Das Netzwerk ist für viele Geschäftsleute fester Bestandteil des täglichen Kontaktmanagements und gehört mittlerweile zu den wichtigsten Kommunikationswerkzeugen im Business-Sektor. Weltweit nutzen mehr als 11 Millionen Mitglieder die Funktionen des Karriereportals für Networking, E-Recruiting, Werbung, Marketing und Unternehmensdarstellung. «Unsere klare Positionierung im deutschsprachigen Heimatmarkt zahlt sich Eraus », sagt CEO Stefan Groß-Selbeck.
Xing bietet seinen Mitgliedern eine Reihe personalisierter Dienste. So werden den Mitgliedern beispielsweise individuelle und für sie wichtige Informationen, wie etwa passende Jobangebote oder interessante Events vorgeschlagen. Firmen erreichen auf der anderen Seite mit gezielter Werbung oder exklusiven Angeboten auf der Plattform eine attraktive Business- Zielgruppe.
Bei diesen Angeboten kommt es darauf an, die jeweilige Zielgruppe zu identifizieren und die Produkte auf sie zuzuschneiden. Business Intelligence liefert dafür die relevanten Informationen. «Business Intelligence leistet bei uns einen zentralen Beitrag zur Steigerung der Unternehmensperformance », sagt Sönke Iwersen, Director Business Intelligence bei der Xing AG. «Die Erkenntnisse, die wir mit BI gewinnen, nutzen wir in fast allen Unternehmensbereichen – von der Produktentwicklung bis zur Unternehmenssteuerung.» Alle entsprechenden Prozesse seien daher bereichsübergreifend integriert und förderten so den Informationsfluss im gesamten Unternehmen.
Die Basis dafür ist ein einheitliches System aus Kennzahlen, den Key Performance-Indikatoren (KPI), das die Kernwerte in unterschiedlichen Granularitätsstufen darstellt und den aktuellen Stand des Business aufzeigt. So können Xing-Manager zum Beispiel beobachten, wie sich die mobile Nutzung der Plattform verändert, das heißt wie viel Datenverkehr (Traffic) über mobile Endgeräte wie Smartphones generiert wird. Ende 2011 betrug der Anteil der mobilen Nutzung bereits 20 Prozent – Tendenz steigend. Darüber hinaus geben analytische Fragestellungen wichtige Informationen über die aktuelle Geschäftsentwicklung. Das Spektrum reicht von Ad-hoc- oder Webtracking- Analysen bis hin zu Business- Modellierungen.
In den vergangenen Jahren wuchs das bekannte Social Media-Unternehmen schnell und mit ihm die Datenmenge. Immer komplexere Business Intelligence-Aufgaben sprengten rasch die Kapazität des damaligen Systems. «Zur internen Analyse verarbeiten wir mittlerweile pro Jahr insgesamt einige zehn Milliarden Datensätze beziehungsweise einige zehn Terabyte. Bereits 2009 ist unsere damalige Datenbanklösung deutlich an ihre Grenzen gestoßen», sagt Ulrich Fricke, Teamleiter Data Warehouse und Reporting bei Xing. «Das System war nicht ausbaufähig und nicht skalierbar. Wir haben daher nach einer Lösung gesucht, mit der wir eine deutlich bessere Leistungsfähigkeit und weniger Administrationsaufwand erreichen konnten.»
Nach einem aufwendigen Auswahlverfahren entschied sich Xing aufgrund der hohen Leistung, des niedrigen Administrationsaufwandes und der guten Integration in die vorhandene Infrastruktur für eine Data Warehouse-Appliance-Lösung des renommierten Anbieters Exasol. Weil besonders die integrierte Projektplanung insgesamt eine große Herausforderung darstellte und die BI-Services permanent verfügbar sein mussten. «Daher haben wir hier zur Unterstützung auf den erfahrenen Businessund IT-Lösungsanbieter SHS Viveon gesetzt», betont Fricke.
SHS Viveon unterstützte Xing bei der Migration und Optimierung der BI-Prozesse. Dazu gehörte unter anderem die Erweiterung der Metadatenverwaltung, die Integration von Spezialverarbeitungsschritten in die reguläre Datenverarbeitung sowie die Migration und Qualitätssicherung von ETL-Prozessen. Nach einer gründlichen Planung und Vorbereitung dauerte es dann nur rund vier Wochen, bis das neue System in vollem Umfang einsatzbereit war. Im zweiten Schritt wurden nacheinander die einzelnen ETL-Prozesse auf das neue Datenbanksystem umgestellt, zum Beispiel die Informationen zu Premium- und Basismitgliedern sowie zu einzelnen Xing-Gruppen.
Gleichzeitig erweiterten und optimierten die Experten das Datenmodell, die Metadatenverwaltung und die Business-Logik. «Die größten Herausforderungen lagen dabei in der starken technischen Komplexität, der ununterbrochenen Bereitstellung der Informationen für die Fachbereiche und der Ressourcenplanung innerhalb des BI-Teams», erinnert sich Dr. Jörg Westermayer, Senior Manager bei SHS Viveon.
Bereits kurz nach der Einführung der Lösung stellten sich unmittelbare Effekte ein, vor allem aber eine deutliche Verbesserung bei der Entwicklung von Datenverarbeitungsprozessen, wie zum Beispiel der Qualitätssicherung der Daten oder der Auswertung von Informationen zu verschiedenen Stadien des Lebenszyklus der Premiumkunden. «Abfragen und Reportings können jetzt um ein Vielfaches schneller durchgeführt werden», resümiert Fricke. «Insgesamt sparten wir 85 Prozent des Aufwands ein, der bisher für Betrieb und Optimierung verwendet werden musste. Wir sind transparenter, können mehr Abfragen in kürzerer Zeit durchführen und durch die bessere Performance des Systems auch detailliertere Informationen auswerten.»
BI-Manager Sönke Iwersen ergänzt: «Das neue System bietet für uns eine Best-in-Class-Plattform, die großvolumige Datenbestände effizient verarbeiten kann. Dadurch können wir in kürzester Zeit Produktinnovationen und das Interesse der Kunden dafür umfangreich bewerten und für die Entwicklung wichtige Erkenntnisse ableiten.» Besonders wichtig war laut Iwersen, «dass sowohl das System als auch die Prozesse mit zukünftigen Erweiterungen und Veränderungen im Geschäftsmodell flexibel mitwachsen können und wir für kontinuierliches Datenwachstum bestens aufgestellt sind.»
Die neue Business Intelligence-Infrastruktur liefert ein umfassendes, aktuelles und konsolidiertes Bild von allen Unternehmensinformationen. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung einzelner Geschäftsfelder und der Kundenstruktur sowie die Akzeptanz von Produkten und Features durch die Kunden.
Xing-Manager Iwersen fasst die Bedeutung des Projekts folgendermaßen zusammen: «Der Aufbau langfristiger, wertvoller Kundenbeziehungen ist für uns von großer Bedeutung für die Ertragskraft und ein strategischer Faktor für ein nachhaltiges Wachstum.»

Quelle: BUSINESS INTELLIGENCE MAGAZINE, www.bi-magazine.net © ProfilePublishing Germany GmbH 2012. Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung der ProfilePublishing Germany GmbH.

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