Robotics

Anwendungsschub bei Robotics.

Softwareroboter, die betriebswirtschaftliche Standardprozesse wie etwa das Reporting automatisieren, setzen sich durch. Bald verändern noch intelligentere, selbstlernende Systeme die Unternehmen.

Selbst viele Experten sind ob der Dynamik überrascht: Drei Viertel der Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz lassen bereits einfache, sich wiederholende Geschäftsprozesse von Roboterprogrammen  erledigen. Dies ergab die aktuelle Studie «Next Generation Process Automation» der Unternehmensberatung Horváth & Partners, für die von Februar bis April 2018 insgesamt 180 Entscheidungsträger aus 12 Branchen befragt wurden.

Vor allem die «Robotic Process Automation», kurz RPA, ist sehr populär und hat sich bereits etabliert. 93 Prozent der Entscheider geben in der Befragung an, ihre Effizienzziele vollends erreicht oder sogar übertroffen zu haben. 30 Prozent der Teilnehmer planen die intensive Nutzung der Technik in speziellen Funktionsbereichen, 14 Prozent sogar eine umfassende Nutzung in der gesamten Organisation.   

 

Kombination von vier Stufen. 
RPA ist den Horváth-Experten zufolge auf dem Weg zur allgemeinen intelligenten Prozessautomation allerdings nur der Einstieg zu einem umfassenderen Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und virtuellen Mitarbeitern. Durch eine frühzeitige Implementierung von RPA können Unternehmen den Grundstein legen, um zukünftig Roboter-Software wie «Cognitive Automation» und «Digital Assistants» ergänzend einzusetzen. Denn die Mitarbeiter werden künftig neben dem Fachwissen immer häufiger auch Know-how in der Programmierung und für die Wartung virtueller Roboterstraßen einbringen – ähnlich wie in der Fertigung. Die Aufgaben der Menschen liegen dann verstärkt in der Steuerung, der Sonderfallbehandlung und der Weiterentwicklung der Roboter.   

Gemäß der Studie werden «Cognitive Automation» und «Digital Assistants», also die nächsten beiden Stufen der branchenübergreifenden Automatisierung, sich ebenfalls bereits in den kommenden  ein bis zwei Jahren etablieren. Derzeit sind sie in etwa jedem dritten Unternehmen im Piloteinsatz oder in Planung. «Die verschiedenen Ausbaustufen von Prozessautomation lösen sich dabei nicht gegenseitig ab, sondern werden in verschiedenen Bereichen eingesetzt», sagt Sebastian Ostrowicz, Leiter des Bereichs Process Digitization & Robotics bei Horváth & Partners. 

«Cognitive Automation» bezeichnet Software aus dem Bereich Maschinenlernen, die selbst in unstrukturierten und kleinen Datenmengen Muster erkennt und diese in einem Algorithmus verarbeitet, den sie stetig verbessert. «Digital Assistants» helfen in der Kommunikation mit Menschen. Sie verarbeiten Text oder Sprache und sind darauf trainiert, menschliche Intentionen zu erkennen.

Die höchste Stufe nimmt die Automatisierung mithilfe sogenannter «Autonomous Agents» ein. Bei dieser intelligenten Prozessautomation verarbeiten komplexe Softwaresysteme unbegrenzt viele Daten verschiedenster Art. Sie übernehmen Aufgaben und Entscheidungen, die menschliches Urteilsvermögen übersteigen – etwa beim autonomen Fahren. Wie die Studie zeigt, setzen aber bislang nur wenige Unternehmen diese Technologie ein.

Aus den Antworten der befragten Entscheidungsträger aus 12 Branchen geht indes auch hervor, dass sich diese Situation im Verlaufe der kommenden drei Jahre massiv verändert: Die Mehrheit will bei der weiteren Automatisierung der Prozessverarbeitung in ihren Unternehmen – neben den anderen drei Technologien – auch diese höchste Stufe einsetzen.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Druckausgabe Nr. 3/2018. Hier bestellen.

 

 

Quelle: BUSINESS INTELLIGENCE MAGAZINE, www.bi-magazine.net
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