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BI-Offensive der Otto Group.

Zukunftsmut

Immer mehr Unternehmen definieren Business Intelligence als Schlüsselfaktor und strategisches Kerngebiet. Die Hamburger Otto Group, ein weltweit führender E-Commerce-Konzern, gilt vielen als Vorbild.

Auf der Titelseite des neuesten Geschäftsberichts der Otto Group wird selbstbewusst verkündet, wo die Reise hingehen soll: «HALLOOO ZUKUNFT» heißt es dort in großen Lettern, und erklärend darüber: «Wie die Arbeit von morgen uns heute schon verändert». Der Vorstandschef des Handels- und Dienstleistungskonzerns, Alexander Birken, betont: «Wir haben uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Otto Group wieder auf einen starken und nachhaltigen Wachstumspfad zu führen.»
Dieser Weg soll auf drei Pfeilern fußen: Erstens auf einer «fokussierten Wachstumsstrategie» in besonders kraftvoll expandierenden Konzerneinheiten wie etwa dem weiteren Ausbau der Onlinesparte OTTO zu einer internationalen E-Commerce-Plattform, der Modekette Bonprix, des US-Lifestylespezialisten Crate and Barrel oder dem Logistikunternehmen Hermes.

Zweitens auf der Öffnung des betriebswirtschaftlichen Ökosystems der Otto Group für die Beteiligung externer Marken, Händler oder Influencer ebenso wie Startups, Wissenschaftler sowie strategischer Finanzpartner.
Drittens auf dem im vergangenen Jahr eingeleitete «Kulturwandel 4.0» des Konzerns, der die tradierten Arbeits- und Verhaltensweisen auf den Kopf stellt durch den «Mut haben, neue Ideen zu entwickeln, Neues auszuprobieren und Verantwortung zu übernehmen.» Dazu zählen: mehr Offenheit, Mut und Ergebnisorientierung, aber auch größere Freiräume und mehr Verantwortung für die Mitarbeiter, eine veränderte Fehlerkultur, kürzere Entscheidungswege, die Abschaffung von Herrschaftswissen und eine Akzeptanz des «kontrollierten Kontrollverlustes».
Das ist ein umfangreiches Unterfangen für eine riesige, weltweit agierende Handelsgruppe, die mit 123 wesentlichen Unternehmen in mehr als 30 Ländern Europas, Nord- und Südamerikas und Asiens präsent ist – mit Zehntausenden von Mitarbeitern und vielen Millionen Kunden.

Nie aufhörender Regelkreislauf.
Ohne leistungsstarke Business Intelligence ist dieses Ziel nicht zu erreichen. Deshalb verantwortet der stellvertretende Vorstandschef Rainer Hillebrand dieses Gebiet, neben der Konzernstrategie und  dem E-Commerce, direkt.
Bei der Otto Group trägt er gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen und den Fachmanagern im BI-Bereich dafür Sorge, dass die Steuerungskennzahlen und –mechanismen optimal auf die neuen dynamischen Realitäten zugeschnitten werden und so der Konzern stets auf Kurs bleibt: «HALLOOO Business Intelligence.»

 

Intelligence-Master

Wie funktionieren die Entwicklung und die organisatorische Integration hauseigener Business Intelligence-Lösungen? Das Unternehmen OTTO, Teil der Otto Group, zeigt es mit einer vorbildlichen Best Practice.

Wie entscheidend Business Intelligence für die Transformation in das neue digitale Zeitalter ist, machte Conny Dethloff, Bereichsleiter BI Agile Product- and Data Management bei der OTTO Einzelgesellschaft, in einem Vortrag auf der diesjährigen TDWI-Konferenz deutlich: Business Intelligence wird bei OTTO als Zentrum eines geschlossenen Regelkreislaufs, des sogenannten Closed Loops, gesehen und im Rahmen einer hauseigenen Plattform namens BRAIN verwaltet. «Wir als BI-Team sind dafür verantwortlich, dass dieser Regelkreislauf niemals aufhört, sich zu drehen», betonte Dethloff, «und dass wir durch die Nutzung von Daten immer bessere Entscheidungen treffen und als Unternehmen immer agiler werden.»

Für die Realisierung der hochgesteckten Ziele sorgen bei OTTO rund 200 Spezialisten, die auf dem Gebiet Business Intelligence arbeiten. Die Aufgabe des BI-Teams ist laut Dethloff, den Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, über Reports, Cockpits imd Dashboards Entscheidungen zu treffen: für «langsame Entscheidungen» der Menschen. Das seien die Insights einer Kategorie, die das BI-Team gebildet habe. Andererseits werde es aber auch immer wichtiger, dass Otto als Unternehmen in der Lage sei, schnell Entscheidungen zu treffen: also automatisiert, mithilfe von Maschinen über Data Science mit Modellen und Algorithmen.

Was kann sich der BI-Laie darunter vorstellen? Zum Beispiel: Dass ein OTTO-Kunde gleich oben sofort genau auf die Produkte stößt, die er gern kaufen würden – also etwa Turnschuhe der persönlichen Lieblingsmarke, jedoch nicht auf x-beliebige Produkte, die er jeden Tag kauft, oder gar ein gängiges Produkt wie etwa eine Waschmaschine, die der Kunde gerade erst gestern bei OTTO erworben hat.

Kernbereich BI@OTTO.
Um zu gewährleisten, dass die passenden Produkte auch wirklich individuell und ohne Wartezeit platziert werden, setzt OTTO selbstentwickelte Modelle und Algorithmen ein. BI-Experten integrieren sie in die Kundenschnittstellen.  
Das alles wird bei dem Unternehmen nicht mit schlüsselfertigen Standardlösungen sichergestellt, sondern komplett in der hauseigenen Abteilung BI@OTTO mit selbstentwickelten Technologien: «Wir sind in der Lage, alle nötigen Modelle – sowohl für Insights als auch für Data Science – selbst zu bauen», sagt Dethloff. Den ganzen Artikel lesen Sie in der Druckausgabe 3|2017. Hier bestellen.

Quelle: BUSINESS INTELLIGENCE MAGAZINE, www.bi-magazine.net
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