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BI-Trends 2018: Down to earth.

Nüchternes Stammdaten- und Datenqualitätsmanagement sind 2018 die wichtigsten Aufgaben bei Business Intelligence (BI). Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des BARC-Instituts.

Für die Studie befragten die Experten des Business Application Research Center (BARC) rund 2’800 BI-Anwender, Berater und Softwarehersteller. Das Stammdaten- (Master Data) und Datenqualitätsmanagement war bereits bei der vorherigen Befragung im Jahr 2016 das Topthema. Mit einem Wert von 6,9 auf einer Skala von 0 bis 10 ist es auch 2018 wieder ganz oben.

Allerdings gibt es überraschende regionale Unterschiede: Nach den führenden skandinavischen Länder (7,8) folgen in Europa auf Platz zwei die französischen Unternehmen (7,2). Damit rangieren beide Regionen noch vor Nordamerika (7,0). Der D-A-CH-Raum ist mit nur 6,7 das Schlusslicht in der Befragung – noch hinter Südeuropa.

Führend nach Branchen sind Services und die Fertigungsindustrie (mit einem Wert von jeweils 7,2). Den schlechtesten Wert hat die Telekommunikation mit 6,5.

Wie wichtig es für Manager ist, das Thema Stammdaten und Datenqualität anzupacken, verdeutlicht Carsten Bange, Chef des BARC-Instituts: „Trotz des enormen Hypes um Themen wie Data Discovery, Visualisierung und Selfservice-BI, die sehr attraktiv für Fachanwender sind, geht nichts ohne eine solide Datenbasis." Ein mit ausreichenden Ressourcen ausgestattetes, gut organisiertes und kontinuierliches Programm zur Datenintegration und Datenqualität sei  unerlässlich für jede datengesteuerte Organisation. „Fehlt in einem Unternehmen das Vertrauen in die zugrunde liegenden Daten, stehen die Reporting-Systeme – und damit letztendlich die Entscheidungsfindung – auf wackeligen Beinen“, betont Bange.

Managemententscheide in den Unternehmen sind jedoch auch auf eine schnelle Auffindbarkeit und gute Darstellung der Daten angewiesen. Deshalb verwundert es nicht, dass in der BARC-Liste dicht hinter der Topaufgabe die Fachthemen Data Discovery und Visualisierung (6,8) folgen. Deutlich an Bedeutung verlor das jahrelange Hypethema „Selfservice-BI“: Es fiel von 6,9 (2016) auf den Wert 6,4 ab, liegt damit aber immer noch auf Rang drei der Wichtigkeitsskala.

Ein überraschendes Ergebnis der Befragung ist, dass die viel diskutierten Themen der jüngsten Zeit in der Bedeutung abrutschen: etwa das Gebiet Predictive Analytics/Machine Learning von 6,0 auf 5,4 oder Realtime Analytics von 5,8 auf 5,5. 

Eine zunehmende Bedeutung sehen die befragten Anwender und Experten vor allem bei zwei Themen: Data Preparation (von 5,5 auf 6,1) und die Nutzung externe und offener Datenquellen im Unternehmen (von 4,3 auf 5,0). Diese Zuwächse passen zu der Beobachtung der BARC-Experten, dass Unternehmen erst einmal eine saubere, im Management vertrauenswürdige Datenbasis schaffen wollen, ehe sie die Zukunftsthemen der weiteren Produktivitätssteigerung etwa durch Machine Learning angehen. Allerdings erwarten laut der Studie auf diesem Gebiet nur rund 40 Prozent der europäischen Unternehmen einen konkreten Geschäftsnutzen, bei ihren nordamerikanischen Wettbewerbern sind es 52 Prozent. 

 

Wichtigkeit der Business Intelligence-Trends 2018 im Überblick 

 

Stammdaten und Datenqualität 6,9
Data Discovery/Visualisierung 6,8
Selfservice-BI 6,4
Data Governance 6,2
Data Preparation 6,1

Skala: 1 = überhaupt nicht wichtig, 10 = sehr wichtig.

Quelle: BARC, https://bi-survey.com/top-business-intelligence-trends

 

 

 

 

Quelle: BUSINESS INTELLIGENCE MAGAZINE, www.bi-magazine.net
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