Management

Blickverschiebung der Topentscheider.

Die Corona-Krise drückt in vielen Unternehmen die Umsätze – und zwingt sie, teils neue Prioritäten zu setzen. Wie eine Umfrage unter Topmanagern zeigt, stehen die Digitalisierung, das Kostenmanagement und Investitionen in die Mitarbeiter  im Fokus. Das Thema Nachhaltigkeit hingegen tritt in den Hintergrund.

Die meisten Topentscheider stellen sich darauf ein, dass die Krise noch länger dauert. Sie rechnen laut einer internationalen Befragung im Mai und Juni von mehr als 200 Vorständen und Geschäftsführern (davon 80 Prozent CEOs und CFOs) durch die Managementberatung Horváth & Partners damit, dass die Umsätze das Niveau von 2019 nicht vor 2022 wieder erreichen werden. 

Eine Minderheit von 43 Prozent jedoch erwartet eine frühere Erholung des Geschäfts auf das Niveau vom vergangenen Jahr bereits 2020 oder 2021. Diese Stimmen kommen vor allem aus den Banken, der Life Science-, Öl- und Chemieindustrie sowie von den Energieversorgern. 

U-Kurve oder Badewanne. 
Eine V-förmige Erholung der Wirtschaft, wie sie teils vorausgesagt wurde, schließen aber auch die Vertreter dieser Industriezweige aus: «Ein U, möglicherweise sogar ausgedehnt zur Form einer Badewanne halten die Befragten für wahrscheinlicher», so die Studie «CxO Insights». 

Im Durchschnitt erwarten die Unternehmenslenker für 2020 einen Einbruch des Geschäfts von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 2021 kalkulieren sie noch ein Minus in einer Größenordnung von zwei Prozent gegenüber 2019 ein. 

Zwar dürften die Geschäfte im zweiten Halbjahr etwas anziehen. Aber nicht in allen Branchen: Bei den Automobilbauern etwa, die mitten in ihrer Strukturkrise von der Corona-Pandemie getroffen wurden, wird für das Gesamtjahr 2020 immer noch ein Minus von 17 Prozent erwartet.

 

 

Transformation mittels Digitalisierung. 
Gerade diese tiefen Einschnitte wirken bei den besonders stark betroffenen Branchen – neben dem Automobilsektor vor allem der Maschinen- und Anlagenbau – als Katalysator für bereits in Gang gesetzte Transformationen. 

Deshalb bleibt die Digitalisierung des Geschäfts und der Abläufe auch im Krisenmodus die Top-Priorität. 92 Prozent der befragten Vorstände und Geschäftsführer ist die Digitalisierung «sehr wichtig» oder «wichtig» – in fast allen Branchen. 

Dabei überwiegt die langfristige strategische Sicht auf die Chancen durch die Digitalisierung gegenüber kurzfristigen Krisenreaktionen. Nach Ansicht der Horváth & Partners-Experten zeigt sich, «dass für die Digitalisierungsprojekte das Kosten-Nutzen-Verhältnis in den Fokus rückt und das Portfolio der Digitalisierungsprojekte komplett repriorisiert wird.»

Den ganzen Artikel und ein ergänzendes Experteninterview lesen Sie in der Druck- und Digitalausgabe Nr. 3/2020. Hier bestellen. Wenn Sie nicht die gesamte Ausgabe bestellen möchten, können Sie den Beitrag und das Experteninterview auch als Einzelartikel bestellen. Hier bestellen.

 

 

 

Quelle: BUSINESS INTELLIGENCE MAGAZINE, www.bi-magazine.net

© ProfilePublishing Germany GmbH 2020. Alle Rechte vorbehalten. 

Vervielfältigung nur mit Genehmigung der ProfilePublishing Germany GmbH

Business Intelligence Magazine: Springe zum Start der Seite