Analytics

Business Analytics in Krisenzeiten.

Wie lassen sich die Folgen der Krise für das Geschäftsmodell erkennen, analysieren – und Gegenmaßnahmen einleiten? Business Analytics (BA) hilft Unternehmen, stets die Übersicht zu behalten und besser für die Zukunft aufgestellt zu sein.

* Von Lars Marek und Dirk Oberpaur

Wann immer sich die Märkte und die Konjunktur wieder erholen: Entscheidend für Unternehmen ist es, sich jetzt darauf optimal vorzubereiten. Dazu zählen die Verbesserung der bestehenden IT-Systeme und ein State-of-the-Art-Reporting. 

Beides könnte sich künftig als ein Wettbewerbsvorteil erweisen. Denn moderne Reporting- und Planungsplattformen, wie etwa SAP Analytics Cloud, können in Verbindung mit einem SAP BW/4HANA als Data Warehouse mehr Kostentransparenz und bessere Optimierungsansätze in Prozessen schaffen. 

Bestehende BA-Systeme upgraden.  
Der Zeitpunkt für derartige Projekte ist gerade günstig: Mitarbeiter, deren operatives Tagesgeschäft aufgrund der Corona-Krise Freiräume zulässt, können mit diesen Vorhaben beauftragt werden. 

Es ist wichtig, die vorhandenen SAP-Produkte auf einen aktuellen Stand zu bringen. Für das SAP Business Warehouse (BW), beispielsweise mit den Releases 7.3 und 7.4, ist die Wartung nur noch bis Dezember 2020 gewährleistet. Daher sollte jetzt auf die In-Memory-Plattform «HANA» migriert werden. 

Darüber hinaus müssen Unternehmen sich mit der Umstellung auf S/4 (Nachfolgeprodukt von SAP ECC) und BW/4 (Nachfolgeprodukt von SAP BW) beschäftigen und den Umstieg angehen – auch hier ist die Zeit ein wichtiger Faktor, da der SAP-Support für SAP ECC und SAP BW Ende 2027 ausläuft. 

Zudem sind Optimierungen möglich, denn im Business Warehouse wird das klassische «Housekeeping» oft vernachlässigt. Letzteres kann dazu beitragen, den Speicherplatz zu reduzieren; die Rechenvorgänge laufen somit schneller. 

Vielfältigen Mehrwert schaffen. 
Die in den Umbau investierte Zeit amortisiert sich durch die Kostenreduzierung schnell. Und alle Betriebsbereiche profitieren: vom Bestandscontrolling über das Forderungsmanagement bis hin zum Einkaufsreporting. Ruht die Produktion oder läuft sie mit deutlich niedrigerer Geschwindigkeit, wirkt sich dies unter anderem negativ auf die Lagerbestände aus. 

In diesem Fall gilt es in den Unternehmen, die Bestände kurzfristig der Realität anzupassen und zu optimieren, um unnötige Kosten zu vermeiden. Mit fundierten Kennzahlen und KPIs auf der Basis der unternehmensspezifischen Geschäftsprozesse und eines modernen Berichtswesens sind ein effizientes Bestandscontrolling und flexible Optimierungen jederzeit sehr gut möglich.

Reporting effektiver gestalten.
In Bezug auf das Forderungsmanagement ist vielen Managern nicht bewusst, über welchen Datenschatz sie verfügen. Verlängert sich zum Beispiel tendenziell der Zahlungseingangszeitraum, so steigen die Außenstände im Vergleich zur Vergangenheit. Und wenn mehr Skonto in Anspruch genommen wird, kann das Management auf diese Verhaltensänderungen schnell reagieren. Mit einem angepassten Reporting lassen sich Veränderungen schon im Vorfeld erkennen und die gewünschten Maßnahmen ableiten.

Und auch das Einkaufsreporting erlebt eine Renaissance. Beim Wiederanfahren der Produktionsaktivität und angesichts unsicherer Lieferketten sind Steuerungsgrößen wie Bestellbestandsentwicklung, Preisveränderung und Lieferservicegrad, inklusive Lieferfähigkeit und -treue, sehr wichtig – sowohl hinsichtlich der Termine und Mengen als auch in Bezug auf die Qualität.

Wahrscheinliche Szenarien aufzeigen.
Investitionen in die Bereiche Reporting, Analytics und Data Warehouse eröffnen die Möglichkeit, die Informationsbasis für Entscheidungen und die Vorhersagequalität deutlich zu verbessern.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Druck- und Digitalausgabe Nr. 2/2020. Hier bestellen.

 

* Lars Marek ist Berater bei der avantum consult AG in Düsseldorf und leitet dort das Competence Center «Artificial Intelligence». Er arbeitet seit acht Jahren in dem Fachgebiet Data Science und unterstützt Unternehmen bei der strategischen Geschäftsentwicklung im CEO-Bereich.

* Dirk Oberpaur ist Berater bei der avantum consult AG. Er verantwortet das Competence Center «SAP Planung und Stammkundenbetreuung» und hat 19 Jahre Erfahrung mit SAP Business Analytics, der Konzeption von BI-Strategien und der Implementierung von Kennzahlensystemen. 

 

Quelle: BUSINESS INTELLIGENCE MAGAZINE, www.bi-magazine.net

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