Business Analytics

Effizienter mit Business Analytics.

Der Einsatz von Business Analytics verspricht vielerlei Wettbewerbsvorteile. Doch diese kommen in der Praxis nur zum Tragen, wenn das Management frühzeitig die Effizienz- und Effektivitätshebel stellt.  

* Von Christoph Mertens und Robin Richter

Die Bilanz kann sich sehen lassen: Die meisten Lösungen für Business Analytics, die bisher in den Unternehmen eingeführt wurden, bewirken inzwischen einen persistenten Nutzen im Geschäftsalltag. Früher meist in operativen Unternehmensbereichen wie zum Beispiel im Vertrieb eingesetzt, halten die Technologien mittlerweile auch verstärkt Einzug im Finanzbereich, vor allem im Controlling.

Unter Business Analytics (oft auch als Advanced Analytics bezeichnet) verstehen wir im Wesentlichen die drei Techniken Descriptive Analytics, Predictive Analytics und Prescriptive Analytics (siehe Abbildung «Die neue Welt betriebswirtschaftlicher Analysen»). Zwar werden in der wissenschaftlichen Literatur die Teiltechniken meistens unter der Kategorie Business Intelligence (BI) zusammengefasst, welche sich jedoch unserer Meinung nach stärker auf vergangenheitsorientierte Analysen fokussiert, wohingegen sich Business Analytics (BA) hauptsächlich auf Analysen konzentriert, die auf die Zukunft ausgerichtet sind.

Aufgrund dieser starken Vorwärtsorientierung erlauben BA-Lösungen, die Prozesse in den Organisationen auf wirklich nachhaltige Weise effektiv und effizient zu gestalten. Auf dieser Basis können Unternehmen eine allseits postulierte Forderung leichter umsetzen: grundsätzlich die Entwicklung schlanker Finanzorganisationen weiter voranzutreiben. 

Darüber hinaus ermöglicht Business Analytics, fundamentale Erkenntnisse beispielsweise über Produkte, Geschäftsbereiche und Kundenprojekte zu erlangen. Neugewonnene Einblicke lassen sich unmittelbar nutzen, um Wettbewerbsvorteile zu generieren oder weiter auszubauen. Solch implementierte Lösungen verbessern Prozesse rund um das operative und strategische Business Controlling. 

 

Hoher finanzieller Nutzwert.
Und der Erfolg ist mittlerweile messbar. Welche erheblichen finanziellen Vorteile etwa aus der Einführung von Business Analytics in Organisationen resultieren können, belegt die aktuelle Studie «The Total Economic Impact of IBM SPSS Modeler» des Marktforschungsinstituts Forrester exemplarisch anhand einer BA-Software: Diese ergab im Durchschnitt aller Anwenderunternehmen bereits nach sieben Monaten ein Return-on-Investment (ROI), und der Umsatz erhöhte sich um durchschnittlich 2,4 Millionen US-Dollar über einen Zeitraum von drei Jahren. 

Doch bis es soweit ist, muss das Management einiges an Arbeit erledigen und diszipliniert vorgehen: Aus der Praxis weiß man, dass der Grundstein erfolgreicher BA-Projekte sehr früh gelegt wird. Bereits der Proof-of-Concept (PoC) hat einen entscheidenden Einfluss auf den Projekterfolg – sowohl hinsichtlich des operativen als auch des persistenten Nutzens.

Deshalb ist es wichtig, dass genau in dieser Phase die geeigneten Stellhebel mit adäquaten Modellen platziert sowie die ersten Maßnahmen für ein Change Management ergriffen werden. 

So gewährleistet die Unternehmensleitung, dass eine möglichst vereinfachte Operationalisierung der Ziele gelingt. Dieses Vorgehen erleichtert zum einen die Transformation vom PoC zum Realisierungsprojekt. Zum anderen stellen sich wesentliche Vorteile im operativen Betrieb schneller ein. 

Aus der Erfahrung umgesetzter BA-Projekte mit dem Schwerpunkt Predictive Analytics lassen sich drei wesentliche Stellhebelklassen identifizieren:

1. methodische Vorgehensweise,
2. technisch durchdachte Umsetzung,
3. organisatorische Weitsicht.

Mithilfe dieser Steuerungsmechanismen sorgt das Management dafür, dass von Anfang an unterschiedliche Unternehmensperspektiven im Projekt berücksichtigt werden. Auch lassen sich so früh signifikante Kostentreiber entdecken und in der späteren Betriebsphase rechtzeitig ins Kalkül ziehen. 

Im Folgenden werden die genannten Hebel näher betrachtet und ihre Zusammensetzung erörtert.

 

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Druckausgabe Nr. 3/2018. Hier bestellen.

 

* Christoph Mertens ist Manager bei avantum consult AG und leitet das Competence Center «Betriebswirtschaftliche Konzepte & Advanced Analytics». Er blickt auf über 12 Jahre Berufserfahrung im Konzerncontrolling und in der Beratung zurück. Er verfügt über umfassende Kenntnisse im CFO-Bereich und IT.

* Robin Richter ist Senior Consultant bei avantum consult AG und Mitarbeiter im Competence Center «Betriebswirtschaftliche Konzepte & Advanced Analytics». Er verfügt über sieben Jahre Erfahrung mit Data Mining-Projekten und hat entsprechendes Know-how in der Projektumsetzung und Beratung.

 

 

 

 

Quelle: BUSINESS INTELLIGENCE MAGAZINE, www.bi-magazine.net

© ProfilePublishing Germany GmbH 2018. Alle Rechte vorbehalten. 

Vervielfältigung nur mit Genehmigung der ProfilePublishing Germany GmbH

Business Intelligence Magazine: Springe zum Start der Seite