Management

Führen mit „Objective & Key Results“.

Führungssysteme auf der Basis der OKR-Methode («Objectives & Key Results») erfreuen sich in großen Unternehmen wie Daimler, Zalando oder Google wachsender Beliebtheit. Sie sind auch für den Mittelstand attraktiv.

* Von Tea Meiner

Wir leben in einer Welt, in der Unternehmensstrategien einer immer kürzeren Halbwertszeit unterliegen; die Veränderungen schlagen in ungewohnter Schnelligkeit und mit zunehmender Wucht auf die Organisationen ein; der Innovationsdruck durch ständig neue, gut finanzierte Firmengründungen steigt. 

Was zeichnet erfolgreiche Führung in einem solchen Umfeld aus? Die Mitarbeiter in den Unternehmen müssen in die Lage versetzt werden, Veränderungen zu adaptieren und diese in proaktives Handeln zu übersetzen. Der Schlüssel zum Erfolg ist der Mensch, nicht Technologie oder Geld. 

Doch wie kann die Realisierung gelingen? Erfolgreiche Unternehmen wie Intel oder Google setzen auf eine datenbasierte Führungsmethode: das OKR-Framework («Objectives & Key Results»). Die Methode wurde in den 1970er Jahren von dem Intel-Mitgründer und langjährigen Konzernchef Andrew Grove entwickelt, um Intels Wachstumsstrategie zu managen. 

Der Grundgedanke von OKR beruht auf zwei Kontrollfragen: Sind erstens die Unternehmensziele («Objectives») inspirierend und ambitioniert genug, um die gesamte Mannschaft mitzunehmen? Sind zweitens die angestrebten Schlüsselergebnisse («Key Results») die beeinflussbaren Kennzahlen, mit deren Hilfe das «Objective» auch erreicht werden kann? 

Individuelle Stärken und Vision.  
OKR ist die Weiterentwicklung der Managementtheorie «Management by Objectives» – ein betriebswirtschaftliches Steuerungsmodell, das die Brücke schlägt zwischen den individuellen Stärken der Mitarbeiter und den Unternehmenszielen in Form von Vision und Mission. 

Neu an OKR ist, dass ein Umfeld geschaffen wird, in dem jeder Mitarbeiter selbst (messbar) sehen kann, welchen Einfluss seine Arbeit auf den Erfolg des gesamten Unternehmens hat. Gleichzeitig trägt das Verfahren dazu bei, Zielkonflikte und Abweichungen vom (strategischen) Fokus frühzeitig zu erkennen, um korrigierend eingreifen zu können.

OKR als Erfolgsfaktor bei Google.  
Weltweite Aufmerksamkeit erlangte die Methode durch Google. John Doerr, Chairman der US-Beteiligungsfirma Kleiner Perkins und erster Investor, stellte den Gründern die OKR-Methode vor und gab ihnen damit eine flexible Führungsmethode an die Hand, mit deren Hilfe Google seine Wachstumsstrategie managte.

Die weiteren Umfrageergebnisse lesen Sie in der Druck- und Digitalausgabe Nr. 1/2020. Hier bestellen.

* Tea Meiner ist Director Innovation bei der Allfoye Managementberatung GmbH mit Sitz in Düsseldorf. Als Innovationberaterin, Prozessbegleiterin und Team-Coach unterstützt sie Unternehmen aller Branchen bei der agilen Transformation. Zu ihren Lieblingsaufgaben gehört es, komplexe Ideen so lange zu simplifizieren, bis des «Doodles Kern» auf ein Post-it passt.

 

 

 

Quelle: BUSINESS INTELLIGENCE MAGAZINE, www.bi-magazine.net

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