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Hype-Cycle „Künstliche Intelligenz“

Investitionen in Technologien wie etwa Maschinelles Lernen, RPA oder Chatbots bergen laut Gartners Hype-Zyklus vorübergehend Enttäuschungspotential. Bei der Spracherkennung lockt jetzt schon ein sicherer Nutzwert.

Chatbots sind das populäre Gesicht der Künstlichen Intelligenz. In fast allen Lebensbereichen wollen uns die Kommunikationsroboter helfen – ob schreibend, sprechend oder beides kombinierend. So «redet» zum Beispiel der Chatbot des Autobauers Kia wöchentlich mit mehr als 100'000 Kunden; Lidls «Winebot Margot» liefert in englischsprachigen Ländern individuellen Rat darüber, welcher Wein am besten zu welchem Essen passt.   

Doch der ökonomische Nutzen ist nach der Meinung der Analysten des Marktforschungshauses Gartner vorerst begrenzt. Denn laut dem Hype-Zyklus für Künstliche Intelligenz (KI) 2019 hat diese Technologie den Gipfel seiner Erwartungen erreicht und wird das Ziel des vollständigen wirtschaftlichen Nutzens erst in zwei bis fünf Jahren erreichen. 

Gleiches gilt für andere sehr begehrte Technologien wie zum Beispiel Maschinelles Lernen und virtuelle Assistenten inklusive der Konversationsroboter wie zum Beispiel Amazon Alexa oder Google Assistant. Bereits in weniger als zwei Jahren wird «Robotic Process Automation» (RPA) diese Stufe erreichen.

Bis dahin werde es aber noch Enttäuschungen geben. «Das bedeutet nicht, dass Künstliche Intelligenz überhaupt keinen Nutzen mehr hat, sondern vielmehr, dass er sich verändert», sagt Gartner-Analystin Svetlana Sicular. «Um den Wert und die Risiken von KI richtig einschätzen zu können, müssen CIOs die hohen Erwartungen mit Realismus dämpfen.»  

Mit Nachdruck gefördert werden sollten nach Ansicht der Gartner-Expertin auf jeden Fall Vorhaben auf dem Gebiet der Spracherkennung. Denn diese Technologien sind ausgereift und erreichen laut dem Hype-Zyklus bereits in Kürze das Plateau der Produktivität. 

Auf den Beobachtungsschirm gehören Gartner zufolge langfristig Marktplätze für Künstliche Intelligenz und das Anwendungsfeld «Decision Intelligence».

 

Quelle: BUSINESS INTELLIGENCE MAGAZINE, www.bi-magazine.net

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