Fehlermanagement

Klatschpatsch.

Die zunehmende Komplexität und das wachsende Innovationstempo in der Wirtschaft erhöhen den Druck, immer schneller zu agieren. Damit steigt die Fehlergefahr. Ein Expertengespräch über Auswege.

Als die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY vor gut einem Jahr Topmanager verschiedener Branchen in Deutschland fragte, ob sie offen über Fehler reden und mit diesen konstruktiv und produktiv umgehen, bejahten nur 40 Prozent der Befragten. Vier Fünftel gaben an, in den vergangenen zwei Jahren Fehler gemacht zu haben. «Dadurch störten sie den Betriebsablauf, verzögerten Projekte – mit finanziellen und Reputationsschäden», sagt Markus Dohm, Leiter des Geschäftsbereichs Academy & Life Care beim TÜV Rheinland.

Dabei sind auch Manager nicht unfehlbar. Denn angesichts der in immer kürzeren Abständen folgenden Innovationszyklen werden sie zu schnellem Handeln gezwungen. «Reflexion und saubere Analysen werden ersetzt durch hektische Umtriebigkeit. Fehler sind in solchen Situationen vorprogrammiert», betont Dohm. 

Seiner Meinung nach ist ein offener, produktiver Umfang mit Fehlern in den Unternehmen essentiell. Diesen erleben in der eigenen Organisation laut der EY-Umfrage aber nur neun Prozent der Mitarbeiter. 57 Prozent glauben zudem, dass Fehler in Unternehmen deshalb vertuscht werden, weil die Angestellten befürchten müssen, als Überbringer der schlechten Nachrichten Konsequenzen zu erleiden.

Die Etablierung eines Fehlermanagements, das über Hierarchieebenen hinweg systematische Fehleranalysen betreibt, könnte derartigen Schäden nach Angaben von Dohm entgegenwirken.

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Quelle: BUSINESS INTELLIGENCE MAGAZINE, www.bi-magazine.net

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