Datenpolitik

Neue Chancen durch EU-Datenpolitik

Jahrelang hinkte ein Großteil Europas anderen Weltregionen wie etwa USA, Israel oder Singapur beim Einsatz modernen Datenmanagements hinterher. Mit einem Kraftakt bringt die EU den Kontinent nun in eine stärkere Position.

* Von Dr. Jochen Töpfer 

Der Beschluss des Europäischen  Rats vom März 2019 war unmissverständlich: «Die EU muss bei der Entwicklung einer wettbewerbsfähigen, sicheren, integrativen und ethischen digitalen Wirtschaft weiter gehen.» Besonderes Gewicht solle dabei «auf den Zugang zu, den Austausch und die Nutzung von Daten gelegt werden.» 

Endlich haben die Europäer den strategischen Wert von Daten als Dreh- und Angelpunkt des digitalen Wandels erkannt. Rund um den Globus bestimmen die Daten sämtliche Produktionsprozesse und beeinflussen unseren Konsum und unsere Lebensweise. Deshalb spricht die EU-Kommission in ihrem Programm «Building a Data Economy» von Daten als dem «lebenswichtigen Blut für die Wirtschaft und Treiber von Innovationen.» 

Der Zugang zu den ständig wachsenden Datenmengen und ihre Nutzung müsse für Europa gesichert werden – in Gestalt eines Binnenmarkts für Daten. Denn datengesteuerte Innovationen könnten viele konkrete Vorteile bringen wie zum Beispiel in Form von personalisierten Arzneimitteln, Analysen von Sensordaten des Wetters und der Bodenfeuchtigkeit, um in der Landwirtschaft Wasser und Dünger effektiver einzusetzen, oder Predictive Maintenance in den Fabriken, sodass Maschinen aufgrund von Sensordaten repariert werden können, lange bevor sie wirklich Schaden nehmen und teure Ausfallzeiten verursachen.  

Viele Unternehmen können ihre Produkte und Dienstleistungen oder gar ihr Geschäftsmodell auf der Basis datengetriebener Innovationen sogar grundsätzlich erneuern. 

Strategische Grundlagen. 
Bei ihrer Strategie greift die EU-Kommission auf die bewährten Prinzipien aus der Evolutionsgeschichte der Fachdisziplin «Data & Analytics» zurück. Dieser zufolge sind Daten:

  1. ein Vermögenswert (data is an asset),
  2. an einem Ort zusammenzuführen (data in one place),
  3. nach einer zentralen Regel zu schützen (data-centric security),
  4. so oft wie möglich wiederzuverwenden (data is reused),
  5. über Organisationsgrenzen hinweg zu teilen (data is shared).

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* Dr. Jochen Töpfer ist Gründer & Managing Partner der 4CAST Consulting AG mit Sitz in der Schweiz sowie Management Consultant und Data Strategist bei Acxiom, einem international führenden Datendienstleister auf den Gebieten des personengebundenen Marketings, des Identitäts- und Kundendatenmanagements sowie der ethischen Datennutzung. 

 

Quelle: BUSINESS INTELLIGENCE MAGAZINE, www.bi-magazine.net

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