Modernes Arbeiten

New-Work-Excellence.

Die Arbeit wird dank digitaler, vernetzter Technologien flexibler und damit produktiver. Doch nachhaltigen Erfolg bringen die neuen Ansätze in der Praxis erst dann, wenn sechs Grundsätze beachtet werden.

* Von Michaela Babicz

 

Wie können Unternehmen dynamische, wettbewerbsfähige Geschäftsmodelle entwickeln und umsetzen? Wie lässt sich die Organisation optimal aufstellen – und wie können sowohl die Führungskräfte als auch die Mitarbeiter ihre Rollen und Aufgaben stark und wirkungsvoll ausfüllen? Angesichts der Digitalisierung stellen sich diese Fragen unter neuen Vorzeichen. Eines der wichtigsten ist: das moderne Arbeiten im Netz und mithilfe digitaler Werkzeuge. 

Mithilfe der neuen Ansätze können die Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit erheblich steigern und die Vernetzung in der Organisation verbessern; die Mitarbeiter können effizienter arbeiten und kommunizieren. Und darüber hinaus wird die Innovationskraft gestärkt und der verfügbare Pool an menschlichen Kompetenzen und Fähigkeiten wirkungsvoll und ohne Reibungsverluste einsatzbereit gehalten.  

Eine kleine Zeitreise.
Wie hat sich doch die Arbeitswelt in den vergangenen 100 Jahren verändert! Gehen wir auf eine kleine Zeitreise in das Jahr 1918: Wir schauen auf einen typischen Schreibkontor. Da sitzen viele sorgsam gekleidete und frisierte Damen an langen Tischen vor ihren Rechenbrettern – zwischen großen Stapeln von Papier. Im Hintergrund steht, streng gescheitelt und mit Brille auf der Nase, der Chef und beaufsichtigt die Runde. Es herrschen Stille und geschäftige Konzentration.

2018 sieht das Bild oft so aus: In einem Café um die Ecke sitzt ein lässig gestylt er Geschäftsreisender mit Smartphone und Notebook; einen Cappuccino vor sich, arbeitet er an einer Kalkulation oder tauscht sich mit seinen Kollegen, die im Büro oder ebenfalls unterwegs sind, über die nächsten Projektschritte aus. Und gleich wird die Vertriebschefin eines Partnerunternehmens hinzustoßen, um noch einmal über die Konditionen des neuen Vertrags zu sprechen.

Mobil sein, unabhängig von bestimmten Räumlichkeiten, ausgestattet mit unterschiedlichsten, meist digitalen Arbeitsmitteln – ist das noch ein Klischee oder tatsächlich schon Wirklichkeit? 

Für mich als Managementberaterin ist das gelebte Realität: Nahezu alles, was ich zum Arbeiten brauche, habe ich auch mobil zur Verfügung – ein großer Vorteil für Kopfarbeiter. Ich arbeite zuhause, unterwegs, an Brückentagen auch am Urlaubsort. Wenn es geht, überall dort, wo sich die Arbeit gut mit Familie oder Freizeit in Einklang bringen lässt. 

Wie ist das in Ihrem Unternehmen? Wie unabhängig von Ort und Zeit können Sie, Ihre Mitarbeiter und Kollegen schon arbeiten? Bei der Beantwortung dieser Fragen gilt es zu bedenken, dass die Mobilität nur ein Aspekt des modernen, agilen Arbeitens ist. Insgesamt sind sechs Bereiche zu unterscheiden: 

  • Agile Organisation
  • New Leadership
  • Aufgeschlossenheit («Open Minds»)
  • Zusammenarbeit («Collaboration»)
  • Kommunikation
  • Mobiles Arbeiten

Einige dieser Dimensionen werden erst durch technologische Unterstützung möglich: «Collaboration» beispielsweise. Mithilfe spezieller Tools wie etwa Sharepoint können mehrere Personen gleichzeitig an demselben Dokument arbeiten. Technische Probleme mit verschiedenen Versionen gibt es nicht mehr. Ohne mobile Arbeitsgeräte und Cloudlösungen ist mobiles Arbeiten einfach nicht vorstellbar. Ein Meeting, bei dem sich die Teilnehmer von verschiedenen Standorten zuschalten, ist dank der Konferenztools wie zum Beispiel Skype for Business längst kein Problem mehr – inklusive Live-Übersetzungen.

Alle Themen rund um das moderne Arbeiten haben aber auch erhebliche kulturelle Voraussetzungen. Dazu zählen neue Arbeitsformen und ein neues Verständnis von Zusammenarbeit, ebenso wie eine flexible Unternehmenssteuerung und kooperative Menschenführung.

Und wie gestaltet sich ein hoher Reifegrad im Hinblick auf das moderne Arbeiten – also auf das, was Experten als «New- Work-Excellence» bezeichnen?

Als wichtigste Basis sollte die agile Organisation hochgradig anpassungsfähig agieren, schnell auf Markt- und Kundenanforderungen reagieren, Verschwendungen reduzieren, wertschöpfend und sinnstiftend zugleich sein. 

Dazu ist es nötig, dass aufgabenorientierte, flexible Teams pragmatisch zusammenarbeiten – mit möglichst wenig hierarchischer Ordnung. Die Entscheidungen treffen die Mitarbeiter mit der jeweils besten Expertise, unabhängig von Alter, Betriebszugehörigkeit oder gar «verdienten Schulterklappen». Das Silodenken gehört der Vergangenheit an. Dies alles ermöglicht eine optimale Innovationsrate und das richtige Time-to-Market.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Druckausgabe Nr. 2/18 . Hier bestellen 

* Michaela Babicz arbeitet seit 20 Jahren mit großer Leidenschaft als Beraterin für den Mittelstand. Ihre Beratungsschwerpunkte sind Organisationsentwicklung und Transformationsmanagement. Sie ist Mitglied der Geschäftsleitung der neu gegründeten Allfoye Managementberatung, die zur Unternehmensgruppe All for One Steeb gehört. Allfoye hilft Unternehmen beim Übergang zu einer agilen, lernbereiten Organisation. 

 

 

Quelle: BUSINESS INTELLIGENCE MAGAZINE, www.bi-magazine.net
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