Newsmeldung

Digital Workplace erst am Anfang.

Das Thema „Digital Workplace“ gewinnt an Relevanz. Es besteht laut einer Befragung des Marktforschungs- und Beratungsunternehmen PAC insgesamt aber noch großer Nachholbedarf bei den technischen und infrastrukturellen Grundlagen. 

Die Ergebnisse der Studie „Digital Workplace in Europe“ zeigen eine immense Investitionsbereitschaft: 63 Prozent der Unternehmen planen, innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre, in moderne Anwendungen und Technologien für den Arbeitsplatz zu investieren. Für knapp drei Viertel von mehr als 180 IT- und HR-Manager unterschiedlichster Branchen europaweit befragten IT- und HR-Manager hat die Qualität der Arbeitsumgebungen einen starken oder sogar kritischen Einfluss auf den Geschäftserfolg.

52 Prozent der Studienteilnehmer halten die Arbeitsumgebungen für sehr wichtig für den Erfolg ihres Unternehmens, 22 Prozent messen dem Thema sogar eine geschäftskritische Bedeutung bei. Dementsprechend hat es heute bereits In 42 Prozent der Unternehmen eine hohe Priorität auf der Investment-Agenda. Ganz oben steht es derzeit aber lediglich bei sechs Prozent der Befragten.

Die Modernisierung von Arbeitsumgebungen im digitalen Zeitalter ist ein komplexes Vorhaben. Im Fokus steht nicht mehr allein die Kostenoptimierung, sondern zahlreiche weitere Anforderungen seitens des Business und der Mitarbeiter. So nennen drei Viertel der Studienteilnehmer die Verbesserung der Anwenderzufriedenheit als wichtiges Ziel der Workplace-Modernisierung, mehr als 80 Prozent wollen auf diesem Weg die Zusammenarbeit im Unternehmen verbessern und dessen Innovationsfähigkeit erhöhen. Gleichzeitig stehen Sicherheit und Kostenkontrolle auch weiterhin ganz oben auf der Agenda

Damit diese Ziele erreicht werden können, muss das Thema fachbereichsübergreifend innerhalb der gesamten Organisation umgesetzt werden. „Der Digital Workplace wird sich nur erfolgreich umsetzen lassen, wenn er als ganzheitliches Design- und Servicekonzept realisiert wird“, sagt Andreas Stiehler, Principal Analyst – Digital Enterprise bei PAC. Hierfür wollen laut Umfrage aber nur 46 Prozent der Unternehmen Geld investieren; überwiegend wollen sie vor allem erst einmal in die grundlegenden Infrastrukturen investieren: 63 Prozent in die Verfügbarkeit und Leistung der modernen Workplace-Anwendungen und 56 Prozent in die Konsolidierung der geeigneten Arbeitsplatzinfrastruktur investieren.

Experte Stiehler kritisiert die mangelnde Bereitschaft der Unternehmen, bei Strategie, Design, Management, Betrieb und Support wirklich neue Wege einzuschlagen. „Während in die Anschaffung moderner Workplace-Technologien bereits kräftig investiert wird, steckt die Umsetzung des Digital Workplace als ganzheitliches Design- und Servicekonzept zumeist noch in den Kinderschuhen.“

Dies belegen auch die Umfragezahlen: Zwar planen 63 Prozent der europäischen Unternehmen, in die Modernisierung von Workplace-Anwendungen zu investieren. Doch für viele Firmen geht es hierbei zunächst darum, infrastrukturelle und organisatorische Grundlagen zu schaffen oder auszubauen. Entsprechend weit oben auf den Investment-Agenden stehen derzeit klassische Themen: 61 Prozent der Befragten planen Ausgaben für die Verbesserung der Qualität ihres HR-Supports, 60 Prozent werden in die Unified-Communication-and-Collaboration (UCC)-Integration investieren, 56 Prozent in die Verbesserung ihrer Netzwerk-Performance und 55 Prozent in die Konsolidierung ihrer Workplace-Infrastruktur.

Gleichzeitig zeigen die Unternehmen eine große Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Konzepten für Workplace-Betrieb, Management und Support. Zu den favorisierten Themen gehören hier die Implementierung von Unified-Endpoint-Management-Lösungen ebenso wie die Einführung von Plattformen für eine zentrale, Cloud-basierte Anwendungsbereitstellung oder die Umsetzung von Self-Service- und Analytics-basierten Konzepten für den Online-Support.

 

 

 

Quelle: BUSINESS INTELLIGENCE MAGAZINE, www.bi-magazine.net 
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