Interview

Planung endlich dynamisieren.

Mit dynamischen Planungssystemen können sich Unternehmen besser für die zunehmende Volatilität an den Märkten wappnen. Horváth & Partners-Experte Jörg Leyk rät zu einem stärkeren Einsatz von Simulationen.

BIM: In den Führungsetagen der Wirtschaft herrschen plötzlich Verunsicherung und Pessimismus. Viele Planungen wurden Ende 2019 mehrfach über den Haufen geworfen und hektisch, oft manuell erneuert. Was ist da los?
Leyk: Leider machten es sich viele Unternehmen in den vergangenen Boom-Jahren bequem. Bei den Planungssystemen beschränkten sie sich weitgehend auf kosmetische Veränderungen. Eine schlichte «Einpunktplanung» reichte in der Regel, um die Kapazitäten rechtzeitig auszubauen. Jetzt, angesichts der neuen wirtschaftlichen Situation, merken die Manager, dass sie intelligentere, dynamischere Werkzeuge benötigen, mit denen sich bessere Prognosen machen lassen.

BIM: Die auf dem Software-Markt vorhanden sind?
Leyk: Derzeit entsteht eine neue Generation leicht verständlicher sowie einfach zu bedienender Analytics-Tools, die standardisierte statistische Funktionen enthalten. Damit können die Unternehmen loslegen. Das Problem ist jetzt allerdings, dass in den Organisationen fähige Mitarbeiter mit dem dafür nötigen Fachwissen fehlen, etwa auf dem Gebiet der Statistik.  

BIM: Worauf kommt es nun genau an?
Leyk: Die Unternehmensleitungen sollten die aktuelle Lage zum Anlass nehmen, zunächst das «Sales & Operations Planning» mit einem Vorschauhorizont von sechs bis zwölf Monaten auf eine strukturierte und stabile Basis zu stellen. Darauf aufbauend können die finanzielle und die operative Steuerung im Rahmen dynamischer digitaler Planungssysteme zusammengeführt werden. Wir nennen das «Business Driven Planning». Angesichts der wachsenden Volatilität der Wirtschaft ist es dabei essentiell, die Verfahren von Grund auf mit simulativen Elementen zu versehen. Damit können Entscheider alle nur möglichen Zukunftsszenarien im Sinne der «Was wäre wenn»-Fragestellung frühzeitig durchspielen und schneller reagieren. 

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Druck- und Digitalausgabe Nr. 1/2020. Hier bestellen.

 

Umfrage zum Stand der Planungssysteme

Wie gut sind die Unternehmen tatsächlich für eine moderne Planung gerüstet? Eine Blitzumfrage unter den Teilnehmern der jüngsten Planungsfachkonferenz von Horváth & Partners zeigt erhebliche Lücken auf. 

Die weiteren Umfrageergebnisse lesen Sie in der Druck- und Digitalausgabe Nr. 1/2020. Hier bestellen.

 

 

Quelle: BUSINESS INTELLIGENCE MAGAZINE, www.bi-magazine.net

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