Interview

Relevante Muster erkennen.

Wie hilft Visual Business Analytics (VBA) dem Management, komplexe Zusammenhänge besser darzustellen und es so bei Entscheiden zu unterstützen? Fragen an den Experten Dirk U. Proff.

BIM: Gemeinsam mit den Mitautoren haben Sie Ihr Standardwerk «Visual Business Analytics» komplett überarbeitet. Was hat sich im direkten Entscheidungsumfeld der Manager und bei den Technologien verändert, dass eine Neuauflage nötig war?
Proff: In fünf Jahren passiert auf technologischem Gebiet natürlich sehr viel: Wir sehen uns aufgrund der zunehmenden Digitalisierung aller Lebensbereiche und der Industrie 4.0-Bewegung mit einer Flut neuer und unstrukturierter Daten konfrontiert, die im Business Intelligence-Umfeld bisher wenig genutzt wurden.  

BIM: Was bringt deren Nutzung?
Proff: Die analytische Verarbeitung dieser Daten ist verlockend, da sie neue Erkenntnisse über Kunden und erhebliche Optimierungspotentiale für Prozesse versprechen. Die hohe Dynamik der heutigen Märkte und das kompetitive Wettbewerbsumfeld steigern zudem das Bedürfnis nach Systemen, die Anwendern eine schnelle und hochflexible Analyse der komplexen Sachverhalte ermöglichen. 

BIM: Welche Folgen haben diese Entwicklungen für VBA?
Proff: Zunächst gibt es aufgrund der digitalen Transformation von Geschäftsmodellen viel mehr Einsatzgebiete für Visual Business Analytics – mit der Folge, dass immer mehr Anwender aus verschiedenen Fachbereichen auf Daten zugreifen wollen. Selfservice-BI-Lösungen versprechen den Nutzern eine schnelle, kostengünstige und individuelle Auswertung dieser Daten. 

BIM: Die Visualisierung betriebswirtschaftlicher Zusammenhänge verbessert sich also erheblich?    
Proff: Die Bedeutung guter und durchdachter Visualisierungen nimmt zu. Sie befähigen die Entscheider überhaupt erst, in den oft komplexen Sachverhalten, wie etwa in der Produktion oder im Vertrieb, steuerungsrelevante Muster zu erkennen.

BIM: Ist Visual Business Analytics eigentlich nur etwas für Topmanager?
Proff: Nein, die Methode schafft mithilfe von Visualisierungsstandards ein Fundament für den Dialog zwischen Fachbereichen und Hierarchieebenen im gesamten Unternehmen. Und das ist in den Organisationen die Voraussetzung für eine holistischere Erfolgsbewertung.  

BIM: Was den Ansprüchen der ja immer selbstbewussteren Business Intelligence-Nutzern entgegenkommt?
Proff: Die heutige Generation nutzt ganz selbstverständlich Smart Devices und erwartet die gewohnte intuitive Benutzerführung – gepaart mit minimalistischem Design –  auch von den BI-Applikationen. Für sie ist es unvorstellbar, dass in Unternehmen noch immer seitenlange Berichte als PDF verschickt werden oder sie mithilfe zahlreicher unterschiedlich gestalteter Dashboards und Berichte in verschiedenen BI-Systemen ihre Entscheidungen treffen sollen. Werden diese Trends bei der Implementierung von Analysesystemen berücksichtigt, steigt die Nutzerakzeptanz und die Einbeziehung neuer Anwender wird erheblich vereinfacht. 

BIM: Wie können Unternehmen auf das Thema aufspringen und was müssen sie dabei berücksichtigen?

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Druckausgabe Nr. 1/2019. Hier bestellen

 

Das Buch.
Jörn Kohlhammer, Dirk U. Proff, Andreas Wiener: Visual Business Analytics: Effektiver Zugang zu Daten und Informationen (Edition TDWI), 208 Seiten, gebunden, zweite überarbeitete und aktualisierte Auflage, Heidelberg 2018, 69,90 Euro/ CHF 98.90. 

Dirk U. Proff ist Gründer und CEO bei blueforte und verantwortet dort die Themen Strategie und Innovation. Er verfügt über 20 Jahre Erfahrung als Managementberater und gilt als Pionier im Bereich Visualisierung im Business Analytics-Umfeld. 

 

Quelle: BUSINESS INTELLIGENCE MAGAZINE, www.bi-magazine.net
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