Intelligente Planung

Schärfere Forecasts bei Puma & Co.

Das wirtschaftliche Umfeld wird immer komplexer und schnelllebiger. Für die steigenden Herausforderungen können Unternehmen ihre Forecasts und Planungen wappnen – mit Integrierter Business-Planung.

* Von Tim Lindemann 

Der Druck auf Unternehmen steigt, zunehmend komplexe, oft globale, mehrstufige Geschäftsprozesse zu planen: Angebot und Nachfrage müssen in Einklang gebracht, Bestände optimiert, neue Produkte vermarktet und das nötige Personal eingestellt werden.

Eine gute Planung ist deshalb mehr denn je entscheidend für den Erfolg. Sie stellt sicher, dass die richtigen Ressourcen und Kompetenzen vorhanden sind, um die Anforderungen des Marktes effizient zu erfüllen und die Unternehmensziele konsequent zu verfolgen. Dementsprechend aufwendig erfolgt die Planung auf strategischer, finanzieller und operativer Ebene in den verschiedenen Bereichen. 

Allerdings läuft sie oft in voneinander getrennten Silos ab: Jede Abteilung arbeitet mit ihren eigenen Zahlen und Annahmen; es fehlt die Verknüpfung zwischen den verschiedenen Bereichen und damit die Transparenz. Dadurch weiß meist niemand, welche Auswirkungen etwa die Finanzplanung auf die Anzahl der Mitarbeiter hat und wie sich diese dann auf die Produktion oder den Vertrieb auswirkt. Es mangelt an Durchgängigkeit und Übersichtlichkeit des gesamten Prozesses und durch die fehlende Verbindung werden mögliche Synergieeffekte nicht genutzt.

Kurzfristige Reaktionsfähigkeit.
Zudem sind die Jahresplanungen häufig zu starr. Wenn plötzlich Produktionsstätten durch unerwartete Ereignisse lahmgelegt werden, Absatzmärkte wegbrechen oder neue Produkte die alten verdrängen – dann hängt der Erfolg eines Unternehmens von der Fähigkeit des Managements ab, kurzfristig zu reagieren und schnell die richtigen Entscheidungen zu treffen. 

Eine rollierende Planung mit zuverlässigen Daten aus allen Bereichen hilft in solchen Situationen bei der Entscheidungsfindung. Denn dann können die Manager sofort nachvollziehen, wie sich Planänderungen auf alle Bereiche auswirken.

Integration statt Siloplanung.
Um die Herausforderungen der modernen Ökonomie zu bewältigen, ist also ein vernetzter Ansatz erforderlich: Die Integration und die Beseitigung von Silos im Planungsprozess verbessern die Abstimmung und Transparenz. Jeder am Planungsprozess beteiligte Mitarbeiter sieht, welchen Einfluss seine Planung auf das Gesamtergebnis hat. 

Diese Vernetzung führt gleichzeitig zu einem deutlich höheren Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen. Ferner bildet sie die Basis für eine spürbare Steigerung der Geschäftsergebnisse und eine operative Entlastung im Planungsprozess selbst.

Eine derart «Integrierte Business-Planung» (IBP) wird als Best Practice-Prozess immer mehr zum neuen Standard für die moderne Planung. Mithilfe von IBP wird zum Beispiel ein abgestimmter Go-to-Market-Plan erstellt. Dabei wird der Input aller Abteilungen ebenso berücksichtigt wie die Unternehmensziele sowie alle verfügbaren Fähigkeiten, Ressourcen und Produktionskapazitäten. Das Erfolgspotential wird optimal ausgeschöpft. 

Im Gegensatz zu den traditionellen Aktivitäten der Jahresplanung ist IBP ein kontinuierlicher Prozess mit einer ständigen Überprüfung und Anpassung, der es erlaubt, auch unterjährig schnell und auf der Basis aktueller Daten zu reagieren.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Druck- und Digitalausgabe Nr. 1/2020. Hier bestellen.

 

* Tim Lindemann ist «Lead Advisor Digital Transformation» beim Schweizer Software-Hersteller Board. Als erfahrener Consultant und Projektleiter berät er bereits seit 2009 internationale Großkonzerne und CxOs im Business Intelligence-Umfeld zu Fragen der Digitalisierung, Automatisierung und Künstlichen Intelligenz. Er ist Mitautor des Buches «Open Innovation: Eine empirische Analyse zur Identifikation innovationsbereiter Kunden» und wird dazu unter anderem auf der Konferenz «Board Day» am 28. Mai in Frankfurt sprechen. 

 

 

Quelle: BUSINESS INTELLIGENCE MAGAZINE, www.bi-magazine.net
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