Digitale Geschäftsmodelle

Steuerung digitaler Geschäfte.

Die Digitalisierung verändert die Steuerung und die Entscheidungsfindung – in allen Unternehmen. Eine Studie zeigt den Umbruch bei Prozessen, Leistungsindikatoren und Berechnungslogiken.

Wer klassische physische Produkte wie Autos, Lebensmittel oder Häuser verkauft, kommt heute nicht umhin, sie auch über das Internet anzubieten. So entstehen betriebswirtschaftliche Mischformen von Wertschöpfungen und Prozessen, denen verschiedene Kosten-, Umsatz- und Erlösmodelle zugrunde liegen. Werden zusätzlich digitale, also nichtphysische Leistungen angeboten, vertieft sich der Mix.  

Eine solche Kombination aus digitalen und analogen Elementen unter einen Hut zu bringen, ist für Unternehmen eine anspruchsvolle Aufgabe. Mit der rein technischen Einführung von Business Intelligence-Software ist sie nicht erledigt.

Welche Auswirkungen diese veränderten Gegebenheiten auf die Steuerungsmodelle von Unternehmen haben, untersuchte die Managementberatung  Horváth & Partners in der Studie «Treiber und Instrumente zur Steuerung digitaler Geschäftsmodelle». Dafür wurden 2018 mehr als 80 Führungskräfte aus verschiedenen Branchen im deutschsprachigen Raum befragt, darunter zum Beispiel Services, Industriegüter, Automobil, Finanzbranche, Konsumgüter und Logistik

 

Kluft zwischen Anspruch und Realität.
68 Prozent der interviewten Unternehmensentscheider sind der Studie zufolge davon überzeugt, dass digitale Geschäftsmodelle nach anderen Maßstäben gesteuert werden müssen als analoge. 

Jedoch bleibt es in der Diskussion oft unklar, was genau die digitalen Modelle ausmacht und wie sie erfolgreich eingesetzt werden können. Auch setzte bislang nur eine Minderheit der Unternehmen ihre Erkenntnis einer nötigen Modernisierung um: Das gilt für die Anpassung der eigenen Organisationsstruktur ebenso wie für die Bündelung interner Ressourcen und die Aufstellung agiler Teams – selbst bei Unternehmen, die nach einem digitalen Geschäftsmodell operieren (siehe Grafik «Zögerliche Anpassung»).

Dennoch gewinnt das Thema der Studie für die Manager zunehmend an Bedeutung, da auch traditionelle Unternehmen in nahezu allen Branchen am Ausbau ihrer Wertschöpfung durch digitale Elemente arbeiten. «Mischunternehmen mit analogen und digitalen Geschäftsmodellen werden nicht umhinkommen, zwei Steuerungssysteme in ihrer Organisation zu etablieren und zu integrieren», sagt Christian Huck, Controlling-Experte bei Horváth & Partners und Mitautor der Studie.

 

Vom Produkt- zum Kundenfokus.
Diese Zweiteilung liegt darin begründet, dass analoge Geschäftsmodelle mehrheitlich produkt- und prozessbasiert ausgerichtet sind, digitale sich hingegen stärker an den Kunden und deren Daten sowie dem Vertrieb eines Produkts oder einer Dienstleistung orientieren. Im digitalen Geschäftsmodell gilt es, Kundenwünsche zu antizipieren und an allen möglichen Kontaktpunkten zum richtigen Zeitpunkt den bestmöglichen Nutzen anzubieten. 

Entscheidend für den Erfolg ist dabei die Gestaltung der kundenzentrierten Elemente des Business-Modells: der Wertbeitrag (Value Proposition), die Kundenbeziehungen, die Verkaufskanäle sowie die Kundensegmente. 

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Druckausgabe Nr. 1/19. Hier bestellen.

 

 

 

 

 

Quelle: BUSINESS INTELLIGENCE MAGAZINE, www.bi-magazine.net

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