Mittelstand

Digitale Lücke im Mittelstand.

Kleine und mittelgroße Unternehmen haben einer aktuellen Studie zufolge in Sachen Digitalisierung aufgeholt. Auf strategischen Schlüsselgebieten jedoch weisen einige Zahlen auf erheblichen Nachholbedarf hin. 

Auf den ersten Blick gibt es Grund zur Zufriedenheit: Vier von fünf Chefs oder anderer  Topmanager mittelständischer Unternehmen in Deutschland (82,7 Prozent) gaben bei der Befragung «Digitalisierung im Mittelstand 2018» unter Führungskräften in Deutschland an, dass die Digitalisierung in ihrer Organisation entweder «ein Bestandteil der Unternehmensstrategie» oder sogar «ein dominanter Aspekt» derselben sei. Auch zwischen unterschiedlichen Unternehmensgrößen gibt es keine signifikanten Unterschiede mehr. 

Im Vergleich zu einer früheren (wenn auch nicht unmittelbar vergleichbaren) Untersuchung aus dem Jahr 2016 bedeutet dieses Ergebnis einen guten Fortschritt: Damals bejahten in einer Studie des ZEW nur 22 Prozent, dass sie eine «geschäftsbereichsübergreifende Digitalisierungsstrategie» verfolgten. 

  

Unsicherheit hinsichtlich des Nutzens.  
So weit, so gut. Aber die Antworten der Topführungskräfte in der aktuellen Untersuchung belegen, dass Wunsch und Realität oft immer noch weit auseinanderklaffen: Zwar sehen es beispielsweise 75 Prozent der Befragten als notwendig an, neue Geschäftsmodelle und Services zu entwickeln, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. 

An die konsequente, in die Zukunft gerichtete Umsetzung allerdings wagen sich bislang viel weniger: Nur gut die Hälfte (53,3 Prozent) gingen 2016 und 2017 tatsächlich auch Projekte zur Weiterentwicklung der bestehenden Geschäftsmodelle an; mit den oft dringend nötigen neuen, digitalen Geschäftsmodellen beschäftigten sich in der betrieblichen Praxis lediglich 28,6 Prozent der Befragten. 

Und die «Einführung neuer Bezugs-/Beschaffungsformen mit Nutzung digitaler Möglichkeiten» nahmen gar nur 12,4 Prozent in Angriff – halb so viele wie in der Studie von 2016. 

Dieses zögerliche Verhalten mag unter anderem auch daran liegen, dass angesichts des rasanten technischen Fortschritts fast ein Drittel der Unternehmen die Vielfalt der neuen Technologien für «unüberschaubar» hält. Bedenken hinsichtlich der «Unsicherheit über den Nutzen der Digitalisierung» – ein Punkt, der in der 2016er Studie noch den achten Platz im Ranking der erschwerenden Faktoren einnahm –  kletterten in der aktuellen Untersuchung mit 40,8 Prozent sogar auf den zweiten Platz der erschwerenden Aspekte. «Die Mittelständler wissen, dass sie neue digitale Geschäftsmodelle brauchen, sind sich aber oft nicht sicher, wie sie diese umsetzen sollen», sagt Dr. Thomas M. Fischer, Geschäftsführer der Managementberatung Allfoye, die gemeinsam mit dem Softwaredienstleister All for One Steeb und dem European Institute for Leadership and Transformation die Befragung unterstützte. 

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Druckausgabe Nr. 3/2018. Hier bestellen.

 

 

Quelle: BUSINESS INTELLIGENCE MAGAZINE, www.bi-magazine.net

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